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Mein Weg zurück. Oldschool Vibes mit der Centrepin

  • Autorenbild: Peter Schapitz
    Peter Schapitz
  • 17. Juli
  • 10 Min. Lesezeit

Das Karpfenangeln verändert sich rasant. Ständig neue Rigs, neue Systeme, neue Köder, neue Rollen, neue Boilies, neue Namen auf dem Markt. Wer sich heute durch die Szene bewegt, bekommt schnell das Gefühl, dass Stillstand automatisch Rückschritt bedeutet. Höher, schneller, weiter und möglichst alles gleichzeitig.


Ich will diesen Fortschritt gar nicht verteufeln. Viele Entwicklungen haben unser Angeln besser gemacht. Sicherer. Präziser. Effizienter. Moderne Schnüre, zuverlässige Haken, hochwertige Köder, Futterboote, Echolote, GPS-Technik, all das kann sinnvoll sein, wenn es richtig eingesetzt wird.


Aber irgendwann stand für mich trotzdem eine andere Frage im Raum:

Macht mich dieses Mehr an Möglichkeiten eigentlich auch zufriedener am Wasser?


Oder anders gesagt:

Fange ich besser, weil ich modernes Tackle einsetze?

Oder fische ich manchmal nur komplizierter, weil es die Szene gerade so vormacht?


Genau an diesem Punkt begann mein Weg zurück. Nicht zurück in eine romantisierte Vergangenheit. Nicht zurück zu veralteten Methoden. Sondern zurück zu dem, was mich am Angeln ursprünglich gepackt hat:

Nähe zum Wasser, direkter Kontakt, bewusste Entscheidungen und das Gefühl, wirklich Teil des Geschehens zu sein.


Centrepin Umbau für Hook and Hold
Mein Centrepinumbau für Hook and Hold

Wenn Fortschritt laut wird

Karpfenangeln ist heute technisch so stark wie nie zuvor.

Das ist Fluch und Segen zugleich.


Auf der einen Seite haben wir Möglichkeiten, von denen frühere Generationen nur träumen konnten. Wir können Spots per Echolot lesen, Futter punktgenau ablegen, Montagen nahezu perfekt präsentieren und Köder exakt auf bestimmte Situationen abstimmen.


Auf der anderen Seite entsteht daraus schnell ein Druck. Ein unterschwelliger Zwang, immer noch mehr zu optimieren. Noch ein neues Rig. Noch ein anderes

Drop off System. Noch eine neue Hookbait Range. Noch eine Rolle mit mehr Schnurfassungsvermögen. Noch eine Rute für noch größere Distanzen.


Und genau dort wird es gefährlich. Nicht, weil gutes Tackle schlecht wäre.

Sondern weil man irgendwann Gefahr läuft, das eigentliche Angeln zu überdecken.


Ich habe mir deshalb eine goldene Regel gesetzt:

Wenn mich ein Gedanke über längere Zeit immer wieder beschäftigt, ist er es wert, ernst genommen zu werden.

Der Gedanke war einfach:

Kann ich mein Angeln wieder entschleunigen, ohne dabei bewusst auf Erfolg zu verzichten?


Diese Frage hat mich nicht an einem Abend gepackt. Sie ist gewachsen.

Über lange Ansitze, über Flusstage, über stille Stunden an kleinen Seen,

über Paylake Sessions und über viele Situationen, in denen ich gemerkt habe:

Der Fisch ist nicht das Problem. Das Problem ist oft, dass wir das Angeln größer machen, als es sein müsste.


Was erfüllt mich wirklich am Angeln?

Wer mich kennt, weiß: Ich wiege meine Fische nicht und das konsequent seit jeher. Die klassische PB-Jagd ist nichts für mein Mojo. Natürlich freue ich mich über große Karpfen. Natürlich bleibt ein schwerer, alter Fisch etwas Besonderes.

Aber ich brauche keine Zahl, um einem Fang Bedeutung zu geben.


Mich erfüllt dabei etwas ganz anderes.


Mich erfüllt, wenn ein Plan aufgeht. Wenn eine Beobachtung zur Entscheidung wird. Wenn eine kleine Falle dort liegt, wo sie liegen muss. Wenn ein Fisch nicht zufällig kommt, sondern weil vorher ein Gedanke sauber umgesetzt wurde.


Beim Flussangeln auf Barbe kam ein weiterer Baustein dazu:

Die Centrepin.


Wer einmal mit einer Centrepinrolle kontrolliert abtreiben ließ, versteht schnell, warum diese Rolle mehr ist als nur ein Stück nostalgisches Gerät.

Die Präsentation läuft anders. Die Schnur arbeitet direkter. Der Kontakt zum Fisch ist unmittelbarer. Keine High-End Bremse, die alles glättet. Keine technische Distanz zwischen Hand, Rolle, Schnur und Fisch.


Das Knarren der Ratsche, der freie Lauf der Spule, die kontrollierte Drift. Das hat etwas Ursprüngliches. Nicht nur altmodisch. Eher ehrlich!


Flussangeln mit der Centrepin
Im Drill mit einer Barbe punktet die Pin so richtig

Lange hatte ich trotzdem eine innere Blockade. Für mich gehörte die Centrepin an den Fluss. Zu Barben und Co. Zu Trotting. Zu kontrollierter Abdrift.


Aber Karpfen im Stillwasser?

Am Paylake?

Mit Futterboot?

In Situationen, in denen andere ausschließlich mit Stationärrollen, großen Spulen und schweren Ruten arbeiten?


Der Gedanke wirkte zuerst schräg. Fast wie eine Spinnerei.

Zumindest so lange, bis ich meine eigene Angelei einmal nüchtern betrachtet habe.


Wie weit fische ich wirklich?

Viele moderne Karpfensetups sind auf Distanz ausgelegt. Lange Ruten, große Rollen, enorme Schnurfassung, steife Blanks, maximale Wurfleistung. Das ist berechtigt, wenn die Angelei das verlangt.


Nur: Meine Angelei verlangt das oft gar nicht.


Ich musste mir ehrlich anschauen, wo meine Fische tatsächlich herkommen.


Ein großer Teil meiner erfolgreichen Angelei läuft ufernah ab. Oft sogar sehr ufernah. An Kanten, unter Büschen, an Seerosenfeldern, an Totholz, an kleinen sauberen Stellen zwischen Kraut, an Übergängen. Häufig ist es fast schon Stalking, nur mit der Ruhe und Konsequenz eines gezielten Karpfenansitzes.


Dazu kommt:

In vielen Situationen fahre ich meine Montage mit dem Boot oder Futterboot.

Nicht, weil ich Technik um der Technik willen brauche, sondern weil es sauberer, leiser und präziser sein kann. An anderen Tagen reichen kurze Würfe. Wenn überhaupt geworfen werden muss, liegen viele Distanzen im Bereich, den man nüchtern betrachtet nicht überdramatisieren muss. 40-60m reichen oft.


Natürlich gibt es Gewässer und Situationen, in denen Longrange notwendig ist.

Aber sie bestimmen nicht mein Kernthema. Nicht an vielen öffentlichen Gewässern. Nicht an kleinen Stillwassern. Nicht an Paylakes und schon gar nicht beim gezielten Angeln an sichtbaren Strukturen.


Die entscheidende Frage lautet also nicht:

Kann ich mit der Centrepin alles machen?


Sondern:

Wie viel von meinem tatsächlichen Angeln passt bereits heute perfekt zu einer reduzierteren, direkteren Art zu fischen?


Die Antwort war klarer, als ich erwartet hatte:

Sehr viel.


Karpfen aus den Seerosen mit der Centrepin
Oft ist es nicht nötig weit zu werfen

Die Centrepin im Karpfenangeln:

Befremdlich, aber nicht unlogisch

Als ich den Gedanken zum ersten Mal laut ausgesprochen habe, klang er selbst für mich ungewohnt.


Mit der Pin gezielt auf Karpfen.

Nicht nur am Fluss.

Nicht nur auf kleinere Fische. Sondern ernsthaft und Durchdacht.

Fischsicher. Auch dort, wo andere mit klassischem Karpfengerät antreten.


Im Angelgeschäft meines Vertrauens wurde darüber zunächst geflachst.

Stell dir mal vor, du tauchst damit am Paylake auf.

Genau dieser Satz blieb hängen. Danke Max!


Denn je länger ich darüber nachdachte, desto weniger absurd wurde die Idee.

Was spricht wirklich dagegen, wenn die Situation passt?


Eine Centrepin bringt einige Eigenschaften mit, die im modernen Karpfenangeln sogar sehr interessant sind:


  • keine 90° Schnurumlenkung wie bei der Stationärrolle

  • kein klassischer Schnurdrall durch Bremssystem und Spulenhub

  • extrem direkter Kontakt im Drill

  • feinfühliges Arbeiten über Hand, Rolle und Blank

  • sehr harmonische Kombination mit parabolischen Ruten

  • weniger Tacklemasse im gesamten Setup

  • mehr Drillgefühl statt stumpfem Pumpen


Das bedeutet nicht, dass die Centrepin plötzlich die bessere Karpfenrolle für jede Situation ist. Das wäre Unsinn. Sie hat klare Grenzen.


Weite Würfe sind nicht ihr Spielfeld. Die Schnurverlegung muss bewusst und manuell erfolgen. Bestimmte Hook and Hold Situationen verlangen technische Anpassungen und saubere Kontrolle. Wer blind jeden Spot damit befischt, nur weil es stilvoll aussieht, hat den Kern einfach nicht verstanden.


Fischsicherheit steht immer über Stil.


Doch wenn die Rahmenbedingungen passen, eröffnet die Centrepin eine Art des Karpfenangelns, die ich lange vermisst habe:

Direkter, bewusster, körperlicher und viel näher am Geschehen.


Centrepin Karpfensetup
Ungewohntes Bild und dennoch harmonisch

Minimalismus heißt nicht Verzicht

Minimalismus wird oft falsch verstanden. Viele denken dabei an „weniger fangen“, „weniger Möglichkeiten“ oder „bewusst schlechter ausgerüstet sein“.

Für mich bedeutet Minimalismus etwas anderes.


Minimalismus heißt nicht, auf sinnvolle Technik zu verzichten. Minimalismus heißt, unnötigen Ballast wegzulassen.


Das ist ein großer Unterschied.


Ein GPS-gestütztes Futterboot kann in ein minimalistisches Konzept passen, wenn es die Ablage präziser und störungsärmer macht. Eine moderne Schnur kann in ein Oldschool Setup passen, wenn sie Fischsicherheit bringt. Eine selbstgebaute Rute mit sauber abgestimmter Beringung kann traditioneller wirken als ein Serienprügel, aber technisch deutlich überlegter sein.

Tradition und Moderne müssen sich nicht beißen.


Genau darin liegt für mich der Reiz. Ich will nicht zurück in eine Zeit, in der so manches schlechter war. Ich will die Essenz alter Methoden mit heutigen Möglichkeiten verbinden.


Old Soul – New Rules

Das bedeutet:

Die Seele darf alt sein. Die Regeln dürfen neu gedacht werden.


Weniger Gerät, mehr Entscheidung

Ein schlankeres Setup verändert nicht nur das Gepäck.

Es verändert die gesamte Angelei.


Wer weniger über Distanz, Materialschlacht und Maximaloptionen nachdenkt, schaut oft wieder genauer hin.

Wo ziehen die Fische wirklich?

Wo liegt die erste saubere Kante?

Welche Uferzone wird gemieden, welche wird angenommen?

Wo entsteht natürliches Futter?

Wo ist Ruhe?

Wo entsteht Druck?


Gerade beim Karpfenangeln wird viel über Futter gesprochen. Über Boiliesorten, Farben, Größen, Liquids, Proteine, Kohlenhydrate und Attraktoren. Manches davon ist berechtigt, anderes wiederum nicht.

Fakt ist: Der beste Köder bleibt schwach, wenn er an einem bedeutungslosen Platz liegt. Genauso schwach bleibt er, wenn die Präsentation nicht zum Gewässer passt.


Ein reduzierter Ansatz zwingt zu Klarheit:


  • Warum genau dieser Spot?

  • Warum diese Tiefe?

  • Warum diese Futtermenge?

  • Warum diese Montage?

  • Warum jetzt und nicht später?

  • Warum eine Rute dort und nicht drei?


Das ist für mich der eigentliche Kern des modernen Minimalismus.

Nicht weniger denken. Sondern weniger streuen und besonders nicht von dem Industriellen Vormarsch in den Bann ziehen lassen. Finde deinen ganzen eigenen Weg. Dafür brauchst du auch keine gestellten und Marketing gesteuerten Unterwasser Videos!


Futterboot beim Karpfenangeln
Moderne und Oldschool vereint

Öffentliche Gewässer, Fluss und Paylake: Drei Bühnen, ein Gedanke

Der Reiz dieses Weges liegt darin, dass er nicht an einen Gewässertyp gebunden ist.


Am Fluss ist die Pin ohnehin zu Hause. Kontrollierte Präsentation, unmittelbarer Kontakt, Strömungslesen. Hier wirkt sie fast selbstverständlich.

Beim gezielten Barbenangeln zeigt sie ihre Stärken besonders deutlich.


An öffentlichen Stillgewässern wird es spannender. Dort sind oft Einschränkungen zu beachten: Futterboote verboten, Boilies begrenzt oder sogar schon untersagt, Nachtangeln eingeschränkt, Zelte teils nicht erlaubt, Bootsbenutzung äußerst schwierig. Man kann darüber klagen, oder man nimmt es als Einladung flexibler zu denken.


Kurze Sessions.

Ufernahes Angeln.

Kleine Fallen.

Mehr Beobachtung.

Weniger Aufbau.

Bessere Mobilität.


Ja, auch das kann Karpfenangeln sein.

Mit Sicherheit sogar eine sehr ursprüngliche Form davon.


Am Paylake wiederum entstehen andere Möglichkeiten. Mehr Freiheit, mehr Planbarkeit, oft bessere Infrastruktur, teilweise große Fische und Situationen, in denen man ein Konzept unter kontrollierteren Bedingungen testen kann.

Dort kann eine Centrepin zunächst exotisch wirken. Aber genau das macht die Sache ja so interessant.


Nicht als Showeffekt.

Nicht als Retro Nummer.

Sondern als ernsthafter Versuch, eine andere Verbindung zum Angeln herzustellen.


Die eigentlichen Spezialthemen; Centrepin am Paylake, Centrepin auf Großkarpfen und Hook and Hold mit der Pin. Verdienen eigene, tiefere Betrachtungen.

Dieser Artikel soll nur den Rahmen setzen und auch dir den Mut geben einmal etwas andere Wege zu bestreiten. Das muss nicht durch den Einsatz einer Achsrolle geschehen. Es geht lediglich darum Mittel zu finden um seine Angelei zu entschleunigen und zielgerichteter auszulegen. Es gibt keinen zwingenden Grund, moderne Karpfenangelei immer nur über mehr Größe, mehr Distanz und mehr Material zu definieren. Auch der ganze Klimbim im Rig Zubehör hat schon lange Überhand genommen.


Der Pin Club:

Mehr als nur eine Rolle

Aus diesen Gedanken heraus entstand für mich der Pin Club.


Nicht als elitäre Ecke für Nostalgiker. Nicht als Gegenbewegung gegen modernes Tackle und auch nicht als Versuch, irgendwem vorzuschreiben, wie er zu angeln hat.


Der Pin Club ist für mich eher ein gedanklicher Raum. Ein Reminder an erfolgreiche Angelsessions aus meiner Jugend. Mit wenig das Optimum erreichen. Früher ging das mit sehr wenig. Wieso heute nicht mehr?


Ein Format, in dem es um die wirklich relevanten Fragen geht:


  • Was erfüllt uns am Angeln?

  • Wie viel Technik brauchen wir wirklich?

  • Wann hilft Tackle und wann lenkt es nur ab?

  • Wie verbinden wir Tradition mit moderner Fischsicherheit?

  • Wie bleiben wir flexibel, ohne beliebig zu werden?

  • Wie fischen wir bewusst, statt nur zu konsumieren?

  • Was ist eigentlich unser Kredo?


Dabei gehören Rutenbau, Centrepinrollen, angepasste Bobbins, perfektionierte Flussposen, moderne Schnüre und GPS gestützte Futterboote für mich nicht in getrennte Welten. Sie sind Werkzeuge. Entscheidend ist nicht, ob etwas alt oder neu ist. Entscheidend ist, ob es zum Ziel und dir passt.


Kein Muss. Keine Tabus. Aber klare Verantwortung.

Centrepinangeln. Modernes Karpfensetup
Ich habe mein Kredo gefunden!

Zurück zu den Wurzeln, aber nicht zurück in die Vergangenheit

„Back to the roots“ klingt schnell nach Marketing. Nach Lagerfeuerromantik.

Nach der guten alten Zeit, in der angeblich alles besser war.


Doch so meine ich es nicht.


Ich will nicht zurück, weil früher alles besser war.

Ich will zurück zu den Teilen, die heute noch wahr sind.


Mehr Zeit am Wasser.

Mehr Beobachtung.

Mehr eigene Entscheidungen.

Mehr Freude am Fisch.

Mehr Ruhe im Kopf.

Mehr Stil, ohne die Sicherheit zu opfern.


Weniger Messestand im Kopf.

Weniger Drang, jedem Trend hinterherzulaufen.

Weniger Tacklewahn.

Weniger Gehetze nach Zahlen, Listen und Vergleichen.


Der gefangene Fisch bleibt wichtig. Natürlich steht das außer Frage.

Wir gehen nicht ans Wasser, um nichts zu fangen. Aber der Fisch sollte nicht der ganze Satz sein. Er ist das Tüpfelchen auf dem i.


Der eigentliche Wert liegt doch in der Reise dorthin.


Warum dieser Weg gerade jetzt Sinn ergibt

Die Angelei hat sich verändert. Viele öffentliche Gewässer sind stärker reguliert. Futterboote sind vielerorts verboten. Boilies werden eingeschränkt. Nachtangeln ist nicht überall möglich. Uferbereiche sind voller Spaziergänger, Schwimmer, Kanuten, SUPér oder anderer Nutzer. Vereine stehen unter Druck. Gleichzeitig steigt der Anspruch vieler Angler immer weiter. Viele Seen werden inzwischen auf Raubfisch umstrukturiert. Die Liste ist lang.


Man kann dadurch die Lust verlieren. Verständlich!

Aber vielleicht ist genau das der Punkt, an dem man den eigenen Stil neu sortieren sollte?


Nicht jedes Gewässer verlangt denselben Ansatz. Nicht jeder Angeltag braucht Vollaufbau. Nicht jeder Karpfen muss über große Futterplätze, lange Distanzen und schwere Ausrüstung gefangen werden.


Manchmal reicht eine kurze Rute.

Eine saubere Beobachtung.

Ein kleiner Futterimpuls.

Ein sinnvoller Spot.

Eine Montage, der man vertraut und die Bereitschaft,

nicht alles kontrollieren zu wollen.


Gerade dadurch entsteht wieder Freiheit!


Wer flexibel bleibt, findet Wege. Am Fluss. Am öffentlichen See.

Am kleinen Vereinsgewässer. Am Paylake. Im Ausland. Beim Tagesansitz.

Beim Stalking. Beim gezielten Angeln auf einzelne bessere Fische.


Minimalismus ist dabei kein Rückschritt. Er ist eine Methode, den Blick zu schärfen.



Keine Revolution, sondern eine Verfeinerung

Nach so vielen Jahren des Angelsports erfindet niemand das Angeln neu.

Das muss auch niemand.


Was man aber kann:

Den eigenen Stil verfeinern.


Genau darum geht es mir. Nicht um Dogma. Nicht um „nur noch Centrepin“.

Nicht um Ablehnung moderner Technik.


Sondern um eine ehrliche reflektierte Frage:

Welche Art zu angeln passt wirklich zu mir?


Für mich führt die Antwort immer stärker in Richtung eines reduzierten, direkten und sehr bewussten Angelns. Mit Centrepin, wo sie Sinn ergibt. Mit moderner Technik, wo sie hilft. Mit kurzen Wegen, wenn die Fische dort laufen. Mit starken Ruten, wenn die Situation es verlangt. Mit leichten Setups, wenn sie ausreichen und mit dem einbringen von Nahrung statt nur Futter.


Der Unterschied liegt nicht im Gerät allein.

Der Unterschied liegt im Denken dahinter.


Der Start einer Reise

Der Pin Club ist für mich der Startpunkt dieser Reise.


Eine Reise zwischen Fluss und Stillwasser. Zwischen Barbe und Karpfen.

Zwischen Rutenbau und Futterboot. Zwischen Oldschool und moderner Präzision.

Zwischen öffentlichem Gewässer und Paylake. Zwischen persönlichem Stil und fachlicher Weiterentwicklung.


Ich bin selbst gespannt, wohin sich dieser Weg entwickelt.

Sicher ist nur:

Es wird genug zu berichten geben!


Über Erfolge. Über Grenzen. Über Drills. Über Fehler. Über Rückschläge.

Über technische Lösungen. Über Fische, die zeigen, was möglich ist und über Tage, an denen man merkt, dass weniger manchmal nicht nur schöner, sondern auch klarer ist.


Vielleicht ist genau das die wichtigste Erkenntnis:

Entschleunigung bedeutet nicht, weniger ernsthaft zu angeln.


Sie bedeutet, bewusster zu angeln und die Zeit zu genießen.

Bis bald vom Wasser!


Dicker Schuppi auf die Centrepin
Passend zur PIN CLUB Eröffnung wollte sich dieser wundervolle Schuppi als Einstandsfisch zeigen.

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